Die Brunnenbohrung – ENDLICH!

Nachdem jetzt (2018) 13 Dorfkirchen im Gemeindegebiet von Ilembula und Iyayi Regenrinnen und Wassertanks haben und die amerikanische Stiftung uns dankenswerterweise auch weiterhin unterstützt, haben wir uns an die Planung einer Brunnenbohrung gewagt.

Hier können Sie die Vorgeschichte lesen.

Aber erst bei dem Besuch im September/Oktober 2018 konnte das Projekt endlich in Angriff genommen werden. Der District Pastor von Makambako, Dr. Nduje, stellte am 25.9. den Kontakt zur Bohrfirma Nyasa her, die ein Angebot über TSH 21.000.000 (ca. € 8.100) abgab. Der nächste spannende Schritt war die Exploration „Hydro geological and geophysical survey“, die aber erst am Freitag, den 12.10. erfolgte – zunächst mit „Wünschelruten“, ca 50cm langen Kupferdrähten, an zwei etwa 300m voneinander entfernten Stellen in der Nähe der primary school Mayale.

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Aber dann wurde es richtig wissenschaftlich: mit einem Mikroprozessor-gesteuerten Widerstandsmessgerät (Resistivity Meter SSR-MP-ATS) , das mit elektrischen Signalen die Bodenbeschaffenheit bis zu 200m Tiefe analysieren kann.

 

 

 

 

 

Das Ergebnis war eine 7-seitige Expertise: 
Vorgeschlagen wird die zweite Stelle mit einer erwarteten Bohrtiefe von 140 – 150m.  Am Montag sollte dann gebohrt werden. Das wurde nix – erst „5 vor 12“ , also am allerletzten Nachmittag vor unserer Abreise kamen die beiden Bohr-LKW und so konnten wir die Bohrarbeiten live erleben:

     

Hier ein kurzes Youtube-Video von der Exploration und der Bohrung  Video  (Ich hoffe, es funktioniert)

Und es geht weiter – seit Ende Januar gibt es einen ⇒  zweiten Brunnen in Kiginga 

Mit dem Bohren des Bohrlochs war es aber nicht getan – bis der Brunnen wirklich den Menschen Wasser liefern konnte, waren noch einige Arbeiten erforderlich: und das dauerte leider bis Mai 2019!

Da musste ein Turm für den Wassertank gebaut werden, die staatliche Stromgesellschaft TANESCO musste es Leitung von der Schule zum Brunnen verlegen, dann konnte die Pumpe angeschlossen werden irgendjemand mal was „mopst“:

Am 25.4. nahm die Pumpe ihren Dienst auf und am nächsten Tag bedankte sich der Dorfvorsteher von Mayale bei Uschi Kronenberg, die stellvertretend für uns dort war.

Am 10. Mai war es dann endlich so weit:

… und auch die nahegelegene Grundschule konnte ihren Tank bei der Küche nach langer Trockenzeit wieder in Betrieb nehmen: